September 5th, 2010

SpamBacks0

Bis auf weiteres werden Kommentare erst nach einer Moderation erscheinen können, ich habe einfach zuviele Spam TrackBacks.
Da ich TrackBacks nicht generell abschalten will, versuche ich es erstmal so.

Weisst Du wo Dein Handtuch ist, Frood?0

Heute jährt sich Douglas Adams Todestag zum 5. Mal. Darum ist am 25. Mai ist wieder Handtuch-Tag

A tribute to Douglas Adams (1952-2001)

Warum der Towel Day erst am 25.05. stattfindet? Ich halte die Begründung der Initiatoren, dass der 11. einfach zu früh gewesen wäre, für einen Vorwand. In Wirklichkeit wollte man einfach ein bisschen Diskussions/Spekulations-Stoff produzieren. Tja, und einen 42. gibt’s ja leider nicht.

Perlen0

Letzte Woche gefiel es meinem Arbeitgeber mich an einem Perl-Kurs teilnehmen zu lassen. Da ich der einzige Teilnehmer war, waren die vier Tage in Ratingen recht intensiv.
Eigentlich wollte ich ja schon immer mal “richtig” Python lernen, aber beruflich kann ich das ünerhaupt nicht nutzen.
Während des Kurses wurde mir klar, dass mir ein paar Einschränkungen von Perl noch gar nicht so richtig aufgefallen waren: ZB. nur eindimensionale Listen und Hashes und keine case-Anweisung.

Phishing mal phalsch0

Die Phishing-Mails sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.
OK, die Ebay-Exemplare, die regelmäßig bei mir eintrudeln um mir mitzuteilen, dass ich dringend meinen Benutzernamen oder mein Passwort einem Server an einer Einwählverbindung in Japan anvertrauen muss, sind ja wenigstens optisch überzeugend.
Und nun dass:
schnipp—————>
From: Deutsche Bank
Subject: Deutsche Bank e-mail wir zu prufen - xxxxxx@yyyyyyy-club.de

Sehr geehrter Kunde,

Die wichtigste Richtung der Entwicklung vom Online-Service der Deutsche Bank ist Gewaehrleistung der
Sicherheit unserer Kunden. Wir setzen daher technische und organisatorische Sicherheitsmassnahmen ein,
um Ihre Daten - welche Sie der Deutsche Bank zur Verfuegung stellen - gegen Manipulationen, Verlust,
Zerstoerung oder den Zugriff unberechtigter Personen zu schuetzen.

Um Ihren E-Mail-Adresse wir zu prufen - Wir bitten Sie, das spezielle Formular auszufullen:

http://www.deutsche-bank.de/U10uPcg9N3m5T7E5IM7TxpqCN30MtqToSWA73ahcWMitlvzNJd4c2u0a000x

Wir danken Ihnen fuer die schnelle Reaktion auf unsere Bitte. Wir hoffen auf Ihr Verstaendnis,
weil unser Endziel die Sicherheit unserer Kunden ist.

Die echte URL hinter dem Link war übrigens folgende:
http://G%6f%4F%67L%65.fr/url?q=http://ww.%67%4f%6FGl%45.ca/url?q=[umbruch]
http://w.Go%4F%67%4C%65.sm/url?q=[umbruch]
http://us%65rs%2E%%0909c%09%6a%42%09%2e%6e%6%095%09t/%09%256%09%39c%09%6fe%09%64phv/

Zimmerpflanze0

Wird nie gegossen und gedeiht trotzdem prima.
Pflaenzchen

MIT Weblog Survey0

Stellt euch vor: Frauen webloggen häufiger als Männer.
Update
Der Link zum MIT ist inzwischen tot.Take the MIT Weblog Survey

Oracle, Debian und die Fixe0

Vor einiger Zeit meldete der Heise Security-Newsticker ganz aufgeregt, dass der Linux-Distributor Debian für einen Zeitraum von mehreren Wochen nicht in der Lage war, Sicherheits-Patches zu liefern, weil die zuständigen Leute in Urlaub/krank/lustlos oder auf Konferenzen waren. Ich habe das darauf zurückgeführt, dass die Arbeit an OpenSource-Produkten eben oft auf freiwilliger Basis stattfinden würde und mich gefragt, ob sich Linux, GNU und OpenSource-Software angesichts solcher systembedinger Schwächen nicht langfristig den Ruf verdirbt.

Das jedoch, hat schon jemand anderes geschafft: Der Software-Riese Oracle - nicht eben bekannt für preiswerte Software - hat es inzwischen geschafft, einzelne Sicherheitslücken bis zu 718 Tagen ohne Fix zu lassen, nachzulesen im Register, der sich auf die Website der deutschen, auf Oracle Sicherheit spezialisierten Firma Red Database Security bezieht.

Die Heise-Meldung zum Thema Debian-Fixe ist vom 27.06.2005 und besagt, dass zu diesem Zeitpunkt das letzte Advisory 24 Tage alt war, woraus wir errechnen können, dass Oracle dieses Ergebnis - Stand heute - um den Faktor 29 toppt. Und das ganz ohne freiwillige Hilfe.

Senkrechte Magnetfelder0

Der Register meldet, dass die Japanische Firma Showa Denko einen magnetischen Datenträger auf den Markt bringt, bei dem die Datendichte durch senkrecht gestellte Magnetfelder besonders hoch ist.
Die Kapazität der neuen Festplatten soll etwa das doppelte einer konventionellen HD betragen.
Senkrechte Anordnung
(Bild: Showa Denko)
Ich wusste bislang nichteinmal, dass bei unseren Festplatten die Speichereinheiten “liegen” und nicht “stehen”!

Patente oder “Freiheit für Fortschrittsbalken”0

Man ist als OpenSource-Anwender natürlich positiv überrascht, über das klare Votum gegen die Softwarepatent- Regelung der EU-Komission und des EU-Rates. Jedoch frage ich mich, ob es der Mehrzahl der Parlamentarier wirklich um die Sache ging. Der Verdacht liegt nahe, dass der Rat und die Komissare lediglich abgestraft werden sollten, weil das Parlament sich einfach nicht mehr an der Nase herumführen lassen wollte.
Man muss natürlich auch fragen dürfen, ob sich wirklich soviel geändert hätte. In den USA besteht bereits ein Patentrecht, dass weiter geht als der EU-Vorschlag, der sich ja (angeblich) nicht auf reine SW-Programme bezieht, und dort gibt es immer noch eine funktionierende Entwicklung von OpenSource Software. Andererseits werden Patente, genau wie das hierzulande geltende Markenrecht, immer mehr zum Vehikel von Abzockern, die versuchen sich an Banalitäten und heisser Luft zu bereichern. Siehe den Fall SCO (ok, nicht ganz banal) oder den Streit um die “Marke” Explorer. (Klappt, wie man sieht, nicht immer.)
Gab’s da nicht mal so einen ganz Klugen, der das “@” als Marke schützen lassen wollte? Oder Microsoft: Die haben sich die Speicherung von Emailadressen als Objekte patentieren lassen. Und dann gab’s da noch EU-Patente für Webshops, Fortschrittsbalken und und und ….

Äpfel und Prozessoren0

Nu isses also passiert,…
Nachdem schon Unix-Größen, wie SUN und Silicon Graphics in der X86-Welt geschnuppert haben, will Apple jetzt den Wechsel zu Intel-Prozessoren komplett vollziehen.
Ich will jetzt garnicht darüber lamentieren, ob nun Intel-Prozessoren oder IBM PPC besser sind, jedenfalls entlarvt der geplante Wechsel den größten Teil der Marketingaussagen von Apple über die Überlegeneheit der PPC-Architektur als reines Gewäsch.
Ob die Apple-Gemeinde den Wechsel mitmacht bleibt abzuwarten.
Zum einen wird sich Apple neue Käuferkreise erschließen können, zum anderen kann man endlich auch mal was anderes als Yellow-Dog-Linux out-of-the-box installieren. Die klassischen Apple-Anwender werden sich jedoch mit Grausen abwenden, war doch die Individualität und die trotzige ich-mach’s-halt-anders-als-die-doofen-pc-benutzer-Einstellung ein wichtiger Bestandteil des Apple-Fantums.

Wir werden sehen was draus wird. Ich find’s schade. Ich bin für eine möglichst große Pluralität bei Hardware-Plattformen und Betriebsystemen. Das ist einfach interessanter und sicherer.

Linux in München0

Ausgerechnet auf www.n24.de fand ich dieses interssante Interview mit Wilhelm Hoegner, dem EDV-Chef der Stadt München. (Ja, N24, … nicht Heise)
Es geht - natürlich - um die anstehende Migration der PC-Arbeitsplätze der Münchner Stadtverwaltung nach Linux.
Laut Hoegner war “…Gates über unsere Entscheidung verärgert und konnte Sie überhaupt nicht verstehen.” HA!
Hoegners Ausführungen sind angenehm differenziert und realistisch. Man hat nicht das Gefühl, dass die Stadt München mit einer Wir-machen-jetzt-mal-was-ganz-tolles, -so-mit-Lunix-oder-wie-das-heisst-Attitüde an die Sache herangeht.
Interessanterweise führt Hoegner kaum Kostengründe für die Migration an, sondern die Unabhängigkeit der Stadt von einzelnen Unternehmen und die höhere Sicherheit der Systeme unter Linux. Als Distribution soll Debian zum Einsatz kommen, weil hier keine Bindung an einen Hersteller bestehe.
Von den Plänen der EU-Komission zu Softwarepatenten scheint Hoegner nichts zu halten und er sieht sowohl in Berlin, als auch in Brüssel Signale in die richtige Richtung.
Insgesamt schätzt er das Risiko, mit Open Source Software Patente zu verletzen nicht höher ein, als bei komerzieller Software.

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